Am 21. November 1783 war es soweit: Der Apotheker Pilâtre de Rozier und Marquis d’Arlandes unternahmen den ersten “Luftspaziergang” über den Dächern von Paris. Die Brüder Montgolfier hatten zuvor einen Heißluftballon gebaut, der als Montgolfiere bezeichnet wurde. Er war aus Stoff gefertigt und innen mit Papier ausgefüttert. Die einzelnen Bahnen, aus denen der Ballon zusammengesetzt war, wurden wie bei einem Kleid mit Knöpfen verbunden. Gefüllt war die Kugel mit “stickigem Rauch”, wie er aus brennendem, noch feuchtem Stroh aufsteigt.
Diese Montgolfiere hatte bereits eine kurze Fahrt hinter sich. Dabei waren sogar schon “Passagiere” mitgefahren: ein Hammel, eine Ente und ein Hahn. Nun aber wagten sich zum ersten Mal Menschen damit in die Luft. Heute ist das Fahren mit Heißluftballonen zu einem beliebten Sport geworden. Die Ballonhülle besteht jedoch nicht mehr aus Papier und Seide, sondern aus leichtem, nicht brennbarem Kunststoffgewebe. Die Luft im Innern des Ballons wird auch nicht mehr von brennenden Strohbüscheln, sondern durch die mannshohe Flamme eines Propangasbrenners erhitzt. So ist der Ballonsport heute wieder dort angekommen wo vor über 200 Jahren alles begonnen hatte: beim Heißluftballon.

Diese Briefmarken wurden am 21.November 1982 anlässlich des 200-jährigen Ballonjubiläums herausgebracht.







