Hier finden Sie spannende Erläuterungen des Ballonfahrens von A bis Z.
A
- Alphabet
- Es gibt im Funkverkehr ein spezielles Funkeralphabet. Es ist international gebräuchlich. Um es einsetzen zu können, sollte man es auswendig kennen und dies nur anwenden, wenn man befugt ist (Funkfernsprechzeugnis). Das Alphabet lautet wie folgt:
- A
- Alfa
- Ä
- Alfa-Echo
- B
- Bravo
- C
- Charlie
- D
- Delta
- E
- Echo
- F
- Foxtrot
- G
- Golf
- H
- Hotel
- I
- India
- J
- Juliett
- K
- Kilo
- L
- Lima
- M
- Mike
- N
- November
- O
- Oscar
- Ö
- Oscar-Echo
- P
- Papa
- Q
- Quebec
- R
- Romeo
- S
- Sierra
- T
- Tango
- U
- Uniform
- Ü
- Uniform-Echo
- V
- Victor
- W
- Whiskey
- X
- X-Ray
- Y
- Yankee
- Z
- Zulu
- Akkus
- Alle an Bord befindlichen Instrumente werden mit Akkus betrieben.
- Aufrüstgebläse
- Das Aufrüstgebläse ist ein überdimensionaler Ventilator, mit dem kalte Luft in die Ballonhülle gefüllt wird.
- Brenner
- Der Brenner ist ein atmosphärischer Gasbrenner für flüssiges Propan. Durch den natürlichen Gasdruck in den Vorratsflaschen wird das Flüssiggas über Verdampferrohre in Spiralform zu den Ausströmdüsen geführt. Die Zündung der Flamme erfolgt durch eine Pilotflamme.
- CSL (Combined Single Limit)
- Jeder Ballon muss mit einer Halter- und Passagierhaftpflichtversicherung ausgestattet sein.
- D-OVRR
- Die Bezeichnung „D-OVRR“ ist die Kennung des VRR-Heißluftballons, wobei die drei letzten Buchstaben bei jedem Ballon unterschiedlich sind. das „D“ steht für Deutschland, „O“ für die Identifizierung des Objekts (hier Gas- und Heißluftballon) und die letzten drei Buchstaben kennzeichnen den Heißluftballon eindeutig.
- Drehventil
- Ein Drehventil dient dem Ballon, um die Hülle einer leichten Drehung um die eigene Achse zu ermöglichen. Das Drehventil ist in Höhe des Äquators der Ballonhülle angeordnet..
- Erdferkel
- Die Verfolger eines Ballons werden Erdferkel genannt.
- (Ballon-)fahren
- Jedes Verkehrsmittel, welches leichter ist als das Medium indem es sich bewegt, fährt. Durch die Erhitzung entsteht ein Temperaturunterschied zwischen der Ballonhülle und der Außentemperatur. Da warme Luft immer nach oben steigt, hebt sich somit der gesamte Ballon (Hülle, Korb etc.) empor. In diesem Augenblick ist das Gesamtgewicht des Heißluftballons leichter als Luft. Um diesen Zustand aufrecht zu erhalten, muss der Ballonpilot durch „feuern“ die Hüllentemperatur konstant halten.
- Funkgerät
- Die einzige Möglichkeit mit einem weit entfernten Ballon Kontakt aufzunehmen ist das Funkgerät.
Hierzu ruft z.B. der Ballonpilot „XXX*-Verfolger für XXX*, bitte kommen!“, bzw. der Ballonverfolger „XXX* für XXX*-Verfolger“. Es wird jeweils die zu kontaktierende Partei zuerst genannt. Verfolgerrufe wie z.B. „Wolfgang…. Wolfgang…. Wolfgang, bist du da?!“ sind irreführend und daher nicht zu gebrauchen.*Ballonname, wie z.B. Ticket (D-OVRR) - Gas
- Zur Befeuerung des Heißluftballons ist das handelsübliche Propangas erforderlich.
- Gasflaschen
- In den Gasflaschen befindet sich der Treibstoff, der den Ballon in luftige Höhen befördert. Die Gasflaschen nehmen unterschiedliche kg-Volumen auf.
- Halteseil
- Das Halteseil, auch Schnelltrennkupplung genannt, wird beim Aufbau des Ballons benötigt. Der Ballon wird mit diesem Seil am Fahrzeug gesichert und erst gelöst, wenn der Ballon vom Boden abhebt.
- Hülle
- Die Hülle eines Ballons besteht aus speziell verflochtenem Nylongewebe. Dieses ist reißfest und nicht entflammbar. Die Hülle kann einer Temperatur von 125 Grad standhalten.
- Instrumente
- An Bord befindliche Instrumente sind Funkgerät, Höhenmesser, Temperaturanzeige und Navigationsgerät.
- Jahresnachprüfung
- Ein Ballon muss sich 1x im Jahr oder alle 100 Betriebsstunden einer Jahresnachprüfung unterziehen.
- Korb
- Der Korb besteht aus natürlich gewachsenem Geflechtwerk (z.B. Weide). Er dient zur Beförderung der Insassen, der notwendigen Gasflaschen und der Instrumente.
- Kronenleine
- Die Kronenleine ist in der Mitte des Parachutes angebracht. Sie ist ein wichtiger Bestandteil beim Aufrüsten des Ballons.
- Luftballon
- Um die Richtung des Windes bestimmen zu können, wird vor der Ballonfahrt ein mit Ballongas gefüllter Luftballon, ein sogenannter Testballon, in die Lüfte entlassen.
- Maße
- In der Ballonfahrt gibt es verschiedene Begriffe aus der Seefahrt.
- Knoten
- Der sogenannte Knoten ist ein Geschwindigkeitsmaß und wird in der See- sowie Luftfahrt verwendet. Bis zu einer Geschwindigkeit von 10 Knoten kann Ballon gefahren werden (natürlich spielen weitere Faktoren wie Temperatur, Uhrzeit, Niederschlagswahrscheinlichkeit etc. wichtige Rollen).
- Fuß
- In der Luftfahrt wird die Höhenbezeichnung „Fuß“ verwendet. Dies ist auf die Geschichte der See- und Ballonfahrt zurückzuführen.
- Nachtglühen
- Das Nachtglühen ist eine alte Tradition in der Ballonfahrt. Beim Nachtglühen (auch Glowing) werden mehrere Heißluftballone gegen Abend aufgebaut und glühen rythmisch zum Takt einer Melodie. Ein Spektakel für jede Altersgruppe!
- Nomex
- Der untere Teil einer Ballonhülle besteht aus nicht brennbarem Nomexstoff.
- Parachute
- Der Parachute ist der Deckel einer Ballonhülle. Dieser befindet sich am Top der Hülle. Der Parachute wird über eine rote Ventilleine, die über 2 Lenkrollen geführt wird, geöffnet..
- Regeln
- Ohne Regeln und einen geregelten Ablauf kann eine Ballonfahrt nicht funktionieren, daher ist es wichtig, dass allen Regeln des erfahrenen Ballonpiloten Folge geleistet wird.
- Steuerung
- Ein Ballon kann nicht direkt in eine bestimmte Richtung gesteuert werden. Dies geschieht eher indirekt durch die Veränderung der Höhe. Der Ballon bewegt sich in verschiedenen Luftschichten, die teilweise in unterschiedliche Richtungen (Norden, Osten, Süden, Westen) weisen. Nur durch Wechseln der Luftschicht durch die Höhe lässt sich die Richtung beeinflussen.
- Taufname
- Jeder Passagier erhält einen individuellen Taufnamen. Dieser Taufname wird den Passagier in der Luftfahrt von nun an begleiten.
- Uhrzeit
- Die Uhrzeit des Ballonstarts ist abhängig von der Jahreszeit, in der Regel mit Sonnenaufgang oder 3 Stunden vor Sonnenuntergang.
- Volumen
- Die Tragfähigkeit eines Ballons ist abhängig vom Volumen der Ballonhülle. Durchschnittlich beträgt es 3000 Kubikmeter.
- VRR
- Der Verkehrsverbund ist der Sponsor des D-OVRR Heißluftballons, welcher die Aufschrift „TICKET 2000“ trägt.
- Wetter
- Das Wetter ist der ausschlaggebenste Punkt beim Ballonfahren. Es darf nicht zu windig sein, da schon geringe Wetterveränderungen das Ballonfahren unmöglich machen.
- Windtuch
- Das Windtuch befindet sich zwischen dem Brennerrahmen und dem unteren Teil der Ballonhülle. Es schützt die Flamme vor eventuellen Windböen.
- Zylinder
- Das Heizsystem eines Ballons wird mit Propangas aus den Zylindern versorgt. Die Zylinder (Druckgasflaschen) sind mit folgenden Armaturen ausgestattet: Inhaltsanzeige, Sicherheitsventil, Flüssiggasentnahmeventil, Gasphaseentnahmeventil und Schnüffelventil mit Peilrohr.







